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39. Schwarzwald-Marathon Bräunlingen

39. Schwarzwald-Marathon Bräunlingen
Selbstversuch und Erkenntnisse 

Die Herausforderung lag darin, 14 Tage nach dem Marathon in Karlsruhe eine zweite Volldistanz, diesmal mit Zeitziel, zu Laufen. War Karlsruhe vom Profil her ziemlich flach, so ist der Schwarzwalder Marathon mit ca. 450 Höhenmeter doch ziemlich anspruchsvoll, wobei 80% der Strecke Naturwege sind.

Die Vorbereitungen waren ziemlich vielversprechend, eine gute Zeit für Manfred durchaus im Bereich der Möglichkeiten. Ohne wirklich zu wissen, ob die Regeneration vom Badenmarathon wirklich ausreichend war. Die Wetterprognose versprach kalte Temperaturen, Regen war möglich. Schon die Hinfahrt nach Bräunlingen ließ die Stimmung fallen, regnete es doch in Strömen und das Thermometer zeigte 6°C. Aber beim Start selbst, super Bedingungen, trockene Strecke und phantastische Stimmung. Die Laune stieg, zumal ich relativ schnell meinen Rhythmus fand. Die Strecke war super, sanfte Anstiege gepaart mit wohltuenden welligen Passagen bis km-22 ließ mich den leicht auftretenden Schmerz ignorieren. Überfüllt war die Strecke nicht, kleine Gruppen wirken motivierend aber natürlich auch rhytmusschädigend. Im Bewußtsein, dass es ab km-22 gefühlt bergab ging, sorgte für zusätzliche positive Gedanken: was kann heute schon schief gehen. Allerdings bei Höhe 1000m wurde es kälter und die Getränkeversorgung auf der Strecke schwierig, die richtige Kombination zw. ISO, Tee und Wasser zu finden.
Dann gings bergab, bis km-30, hey, das läuft Spitze. Und wenn's so läuft, kommt urplötzlich der Hammer. Es melden sie die Waden, also konsequent trinken und jetzt fängt's auch noch an zu regnen. Es greift die unerbittliche Formel: je weiter man läuft, desto mehr tut es weg. Der innere Schweinehund meldet sich: warum sitzt du jetzt nicht bei deinen Freunden, die just in diesem Moment gemütlich beim Brunchen sind, Sekt und Häppchen genießen und du eierst hier rum und denkst: warum mach ich den ganzen Sch.. überhaupt. Und jetzt fängt es auch noch zu schneien an und das Cola bei km-35 ist saukalt bei jetzt nur noch 3°. Immer mehr muss ich Gehpausen einlegen, die eigentlich motivierenden Worte der Zuschauer, die wirklich alles geben, muntern mich jetzt nicht mehr auf. Von Ferne höre ich die Stimmung beim Zieleinlauf, noch quälende drei km für mich. Mein Akku ist leer, eine gute Zeit ist futsch und für die Sinnfrage Marathon habe ich jetzt keinen Gedanken übrig. Dann überholt mich ein Läufer und macht mich auf den Spruch meines Laufshirts aufmerksam: wenn's nicht mehr geht, einfach locker weiterlaufen. Er hat ja so recht und ich will nur noch ins Ziel. Also nochmals zusammenreißen, beißen und dann endlich: der Zieleinlauf - Erlösung. Und während ich so an der Absperrung lehne denke ich nur: du hast es geschafft, kannst dich zwar kaum noch bewegen aber die Glückmomente kommen zurück und fragen: wann ist der nächste Marathon.
Irgendwie irre, aber das ist die Droge Marathon.
Fazit: wahrscheinlich war die Regenerationszeit zu kurz und das Profil zu anspruchsvoll für zwei Marathons in kurzem Zeitabstand, aber schnell weicht die Enttäuschung und als Belohnung gab's einen Kaffee mit Torte und ein neues Paar Laufschuhe für den nächsten Marathon.

Ergebnis Marathon: (241 Finisher)
56. Manfred Heiland, 3:30:10 h, 4. M55

 

100ster Marathon von Gerhard beim Badenmarathon

BadenMarathon in Karlsruhe am 25.09.2016

Gerhard’s 100. Marathon

Die Darsteller:

Hauptperson, Organisator und Sponsoring: Gerhard

Nebenrolle-1: Marathonläufer der Simmozheimer Spaßrunners

Nebenrolle-2: Halbmarathonläufer aus Simmozheim

Komparsen: Zuschauer aus Simmozheim

 

Gerhard lud zum Marathonlauf viele seiner aktuellen Weggefährten nach Karlsruhe ein, wo er seinen, bereits vor zwei Jahren anvisierten 100. Marathon absolvieren wollte. Bereits im Vorfeld wurde alles geplant, von Lounge in der Messe Karlsruhe, bis zu einheitlichen Laufshirts für die Mitläufer, egal ob auf der Voll- bzw. Halbdistanz. Inspiriert von dem Vorhaben wollten auch drei Simmozheimer, Daniela, Kerstin und Volker ihren ersten Marathon finishen, für die Halbdistanz war das der Plan von Moni und Moritz. Weiterhin liefen Vanessa, Achim und Manfred über die 42,195km und Mona, Birgit, Jochen, Michael über die 21,095km.

Marathonläufer  

Marathonläufer: Vanessa, Kerstin, Achim, Daniela, Volker, Gerhard, Manne und GENO-Läufer

 

Die Bedingungen:

Wetter:  hervorragende Prognose, 12°C beim Start, gefühlte 24°C beim Zieleinlauf, sonnig.

 

Der Plan: Laufen gemeinsam mit Gerhard aller Läufer bis zur Halbmarathonweiche und die Marathonis bis zum Zieleinlauf. Dass Plan und Realität stark voneinander abweichen können, würde sich im Laufe des Rennens ergeben.

Treff aller Akteure um 7.30 Uhr in der Lounge, Startunterlagen besorgen, allgemeine und persönliche Notwendigkeiten und Vorbereitungen, obligatorische Fotos noch erledigen und die Nervosität lag spürbar in der Luft. Manfred besorgte sich noch einen Luftballon als Orientierung während des Laufes.

Es war ein herrliches Bild, die Akteure in ihren neongrünen Laufshirts im Startbereich zu sehen.

Pünktlich 9 Uhr der Start.

Die große Simmozheimer Gruppe um Gerhard und auch die Läufer der GENO bildeten im Feld eine wahrnehmbare Gruppe. 6 min/km das Lauftempo, welches bis km-4 eingehalten wurde. Schon früh aber signalisierte Gerhard, das wusste er auch schon vorher, dass Achillesprobleme für ihn am heutigen Tag die größte Herausforderung werden würde. Damit war auch klar, dass das Vorhaben, das Fossil, wie Gerhard sich gerne nennt, auf der kompletten Strecke zu begleiten, scheitern wird. Nichts ist im Marathon schwieriger, als gegen seinen eigenen Rhythmus zu laufen. Ab dem 10. km war es dann mit der Großgruppe vorbei und mehrere Kleingruppen entstanden.

 

An der Marathonweiche bei km-17 hatten es die Halbmarathonis fast geschafft: Zieleinlauf in der Reihenfolge Moritz – Jochen – Birgit und Moni – Mona – Michael, wobei gesagt werden sollte, dass Moritz mit seinem Vater als Pacemaker auf Bestzeit aus war, Jochen sich in seinem Tempo seiner Bestzeit näherte, Moni und Birgit unter 2 Stunden bleiben wollten, Mona bis zur Weiche sehr Teamorientiert lief und deshalb unter ihren Möglichkeiten blieb und ebenso Michael, der als Begleiter fungierte.

Die Marathonis begaben sich auf die lange Schleife Richtung Schloss und Innenstadt. Kerstin und Volker wurden von Manfred unterstützt, hinzu gesellte sich ein GENO-Läufer. Achim bliebbei Gerhard, Daniela kämpfte für sich alleine und Vanessa lief vorneweg für neue Bestzeit.

Kerstin und Volker liefen die zweite Hälfte schneller als die erste, super Rhythmus, nur unterbrochen durch die regelmäßige Gehpausen beim Getränkedurchlauf.

Die gute Vorbereitung der letzten Wochen zeigte ihre Früchte und auch die Unterstützung von Steffi, Eva und Günter auf der Strecke wirkte zusätzlich motivierend. Der Vorsprung gegenüber Gerhard war bis km-30 bereits auf 18min angewachsen, ein Zeichen, dass die Entscheidung für eigene Renngestaltung die Richtige war. Der Plan für Endzeit 4:10h rückte in greifbare Nähe, die gute Verfassung blieb bis km-39. Danach wurde es immer schwieriger, was aber nicht zu Gehpausen führte. Temporeduzierung und Zusammenbleiben jetzt die Devise. Immer wieder Günter auf dem Fahrrad motivierend auftauchend. Manne, hatte den GENO-Läufer bis kurz zum Zieleinlauf begleitet, lief zurück und gab Kerstin und Volker den letzten Schub. Beide liefen Hand in Hand über die Ziellinie. Manne wieder zurück zu Km 41, wo er 30min auf Gerhard und Achim wartete.

Gemeinsam liefen diese dann den letzten km, vorbei an dem Spalier der Zuschauer in die Messehalle, wo die Simmozheimer und GENO-Läufer unseren Gerhard mit unglaublichem Jubel über den schwarz-rot-goldenen Teppich auf den letzten Metern ins Ziel begleiteten. Gänsehaut pur.

Und Daniela? Wir alle warteten, bis auch sie, gezeichnet von den Strapazen, aber vielleicht doch ein wenig stolz über ihre Leistung, den ersten Marathon finishte.

stolze Finischer: Volker, Kerstin und Daniela

Stolze Finischer: Volker, Kerstin und Daniela

Die anschließende Feier war geprägt vom Austausch der vielen Erlebnisse des Tages und auch am Abend traf die Gruppe sich zum finalen Ausklang eines herrlichen Events von und für Gerhard.

Was bleibt am Ende?

Für Daniela wird es keinen Marathon mehr geben, bei Kerstin und Volker überwiegt die Freude, dass jetzt wieder ein normales Leben bevorsteht.

Gerhard macht jetzt erst mal Pause, um neue Kraft für neue Marathons zu sammeln.

Mein DANK an alle Darsteller, welche zum Gesamterfolg, jeder auf seine Weise, beigetragen haben.

Stolz dürfen alle sein, die gelaufen sind, egal ob Halb- oder Volldistanz, egal welche Zeit. In diesem Moment sind alles Laufhelden.

Die Zeiten ohne Platzierung:

Halbmarathon:

Moritz Eck (1:41:48 h), Jochen Eck (1:43:46), Birgit Schubert (1:58:22), Moni Heiland (1:58:22), Mona Heiland (2:02:11), Michael Maier (2:14:55)

Marathon:

Vanessa Schaffer (3:43:58), Kerstin Joos-Läpple (4:08:39), Volker Läpple (4:08:39), Achim Gommel (4:41:31), Manfred Heiland (4:41:38), Gerhard Schorr (4:41:39), Daniela Nestler (4:50:20)

 

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Vorbericht, 08.09.2016

Lauffossil Gerhard bestreitet 100. Marathon in Karlsruhe

Generalstabsmäßig hat er darauf hingearbeitet, beim FIDUCIA-Badenmarathon seinen 100. Marathon zu finishen.  Am 25.10.1987 lief er seinen ersten Marathon in Nürnberg seitdem ist er trotz vielen Auf- und Abs dem Laufsport treu geblieben. Neben seinen hohen beruflichen Belastungen schaffte er es die letzten Jahre immer, ca. 5-6 Marathons jährlich zu bestreiten. Nebenbei spielt er noch aktiv Tennis in der Senioren-Meisterschaftsrunde.

Sein, wie er sagt, besonderes Event möchte Gerhard Schorr gemeinsam mit seinen Arbeits- und Laufkollegen der GENO-Banken aber auch mit seinen Lauffreunden der Simmozheimer Spass-Runners und seinem Tennisteam feiern. Dazu hat er beim Badenmarathon auf der Messe eine Lounge für die After-RUN-Party gemietet, wo alle seine aktuellen Wegbegleiter mit ihm feiern sollen.

Die Läufer, egal ob sie ihn bis zur Halbmarathondistanz oder über die vollen 42,195km begleiten, hat er mit einheitlichen Laufshirts ausgestattet. Ziel wird es sein, Gerhard auf der kompletten Distanz (Zielzeit: ca. 4:10h) zu eskortieren, um dann gemeinsam zu finishen. Start des Marathons ist um 9 Uhr, Zieleinlauf zw. 13.10 und 13:30 Uhr. Die anschließende Party steigt dann nach dem Zieleinlauf. 

Von den Simmozheimer Spaßrunners werden 6  Läufer über die Volldistanz laufen, drei davon ihren ersten Marathon. Über die Halbdistanz werden ebenfalls 6 Läufer, davon zwei zum ersten Mal über 21,095km, laufen. Nun ist die 3-monatige Vorbereitung, die am Ende sehr mühsam war, abgeschlossen und was bleibt ist die pure Vorfreude, jetzt endlich den Marathon zu finishen.

Mönchwasenlauf am 6. März 2016